Kürbis-Apfel-Tarte

Kürbis im Kuchen? Schmeckt das? Erst war ich etwas skeptisch – aber da das Rezept ursprünglich aus der Essen&Trinken stammt, habe ich es gewagt. Schließlich liebe ich auch Kuchen mit Möhren. Und Zucchini landet auch immer häufiger in meinen Muffins. Doch während des Anrührens der Kürbisfüllung beschlichen mich erneut große Zweifel: Irgendwie erinnerte alles an Kürbissuppe. Und das soll in einer Tarte mit Äpfeln und mit Aprikosenmarmelade bestrichen schmecken?!

Aber – ihr ahnt es vermutlich schon, denn sonst würdet ihr wohl kaum auf meinem Blog davon lesen – es war tatsächlich köstlich! Und so passend für gemütliche Herbst-Nachmittage. Noch vor einigen Jahren habe ich den Herbst gehasst, der Sommer vorbei und die Aussicht auf viele Monate voller Regen und kalten Füßen haben mich erschaudern lassen. Irgendwann – und ich habe keine Ahnung, wann das eigentlich passiert ist – fing ich an, den Herbst zu mögen! Vielleicht wegen der vielen gemütlichen Nachmittage ♡. Oder aber wegen der – ebenso neu gewonnenen – Vorfreude auf die Weihnachtszeit. Man weiß es nicht! Auf jeden Fall erfreue ich mich daran, diese schönen Nachmittage mit köstlichen saisonal passenden Kuchen zu zelebrieren.

Und Kuchen mit Kürbis müsst ihr unbedingt auch ausprobieren! Diese Kürbis-Apfel-Tarte schmeckt am besten, wenn ihr noch geschlagene Sahne dazu serviert. Erst befürchtete ich ja, die brauche man quasi zur Kürbissuppengeschmacksverringerung – aber nein, sie macht die Karte einfach nur noch leckererererer. Viel Freude beim Nachbacken ♡.

Die Zutaten

Für den Mürbeteig:

  • 250 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 100 g Puderzucker
  • 125 g Butter (zimmerwarm)
  • 1 Ei

 
Für die Füllung:

  • 350 g Hokkaido-Kürbisfleisch
  • 3 EL Honig
  • 200 ml Schlagsahne
  • 1 Prise Salz
  • Saft von einer Zitrone
  • 2 Eier
  • 2 EL Mehl
  • 3 mittelgroße säuerliche Äpfel z. B. Boskop
  • 3 EL Aprikosenkonfitüre

 
Dazu passt:

  • Geschlagene Sahne

Was man dazu braucht

  • Tarteform (26cm) plus Butter zum Einfetten der Form
  • Schüsseln
  • Frischhaltefolie und Kühlschrank
  • Teigrolle und etwas Mehl zum Ausrollen
  • Backpapier und zwei Handvoll Hülsenfrüchte (am besten Erbsen) zum Blindbacken*
  • Backblech, Kuchengitter und Backofen
  • Topf und Herd für die Kürbis-Füllung
  • Pürierstab
  • Saftpresse für die Zitrone
  • Alufolie
  • Sieb zum Durchstreichen der Konfitüre
  • Handrührer oder Küchenmaschine mit Rührstäben zum Sahne aufschlagen.
*Tipp: Wenn ihr keine Hülsenfrüchte zum Blindbacken parat habt, macht das auch nix – piekst den Teig dann einfach sehr gewissenhaft mit der Gabel und schaut beim Backen zwischendurch, ob der Mürbeteig sich nicht aufbläht. Falls das passiert, piekst ihr während des Backens einfach noch einmal hinein. Am gleichmäßigsten wird der Mürbeteig aber tatsächlich, wenn ihr ihn beim Backen beschwert.

Die Zubereitung

Der Mürbeteig

  1. Die Tarteform einfetten.
  2. Das Mehl mit der Prise Salz, dem Puderzucker, der zimmerwarmen Butter und dem Ei in eine Rührschüssel geben und mit den Händen zügig zu einem glatten Teig verarbeiten.
  3. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens eine Stunde (besser sogar zwei) in den Kühlschrank legen. Während der Kühlzeit könnt ihr bereits die Kürbis-Füllung vorbereiten.
  4. Den Backofen auf 200 Grad (Ober/Unterhitze) vorheizen.
  5. Den Teig nach der Kühlzeit auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 2 cm größer als die Tarteform ausrollen, in die Tarteform legen, den Rand andrücken (der Rand ist wirklich wichtig, damit die Füllung beim Backen nicht hinausläuft) und den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen.
  6. Ein Backpapier auf den Teig legen und zwei handvoll Hülsenfrüchte darauf verteilen – so wird der Teig beschwert und bricht beim Backen nicht nach oben hin auf.
  7. Den Mürbeteig im vorgeheizten Backofen (200 Grad Ober/Unterhitze) circa 20 Minuten backen. Den Ofen anschließend nicht ausschalten, sondern auf 180 Grad herunterstellen, damit er nicht erneut für die zweite Backzeit vorgeheizt werden muss.

Die Füllung

  1. Während der Mürbeteig kühlt, den Hokkaido-Kürbis aufschneiden, das Innere herausschälen (am besten mit einem Esslöffel) und 350 g Kürbisfleisch abwiegen. Der Hokkaido-Kürbis muss nicht geschält werden. Das Kürbisfleisch dann in etwa 1-2 cm große Stücke schneiden.
  2. Den Honig in einen Topf geben und erhitzen. Die Kürbisstücke und die Sahne hinzugeben und zugedeckt bei mittlerer Hitze etwa zehn Minuten weich kochen.
  3. Die Kürbis-Sahne-Mischung mit dem Pürierstab sehr fein pürieren. Eine Prise Salz und 3 Esslöffel Zitronensaft hinzugeben und die Mischung etwas abkühlen lassen.
  4. Den vorgebackenen Mürbeteig aus dem Ofen nehmen, Hülsenfrüchte und Backpapier entfernen und den Boden in der Form auf einem Kuchengitter etwas abkühlen lassen.
  5. Die Äpfel schälen, entkernen und in Spalten schneiden. Mit dem restlichen Zitronensaft vermischen.
  6. In die etwas abgekühlte Kürbismasse werden nun die Eier und das Mehl eingerührt.
  7. Die Creme dann auf den vorgebackenen Mürbeteigboden geben. Die Apfelspalten darauf verteilen und leicht andrücken.**
  8. Die Tarte im weiterhin vorgeheizten Backofen (180 Grad Ober/Unterhitze) für 45 Minuten backen. Nach circa 25 Minuten mit Alufolie abdecken, damit die Äpfel nicht zu dunkel werden. Die fertig gebackene Tarte auf das Kuchengitter stellen.
  9. Die Aprikosenkonfitüre mit 1 Esslöffel Wasser durch ein feines Sieb streichen und sofort auf der warmen Tarte verteilen.
  10. Die Kürbis-Apfel-Tarte vollständig abkühlen lassen und bis zum Servieren in den Kühlschrank stellen. Dazu passt hervorragend geschlagene Sahne.
**Tipp: Ich finde, es sieht besonders hübsch aus, wenn die Apfelspalten nicht gleichmäßig auf die Kürbiscreme gelegt werden, sondern unregelmäßig.

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